SWR2 - Jazzprogramm Februar 2017
30.01.2017 17:54 von jazz (Kommentare: 0)

SWR 2 Jazzprogramm
Februar 2017
Donnerstag, 2. Februar, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz Magazin
Von Thomas Loewner
Neues aus der Welt des Jazz wird im NOWJazz Magazin von SWR2 regelmäßig präsentiert. Wie immer erwarten Sie in dieser Sendung Informationen über bevorstehende Events, Rezensionen über Festivals, Buchbesprechungen und jede Menge brandneuer CDs. Neues aus der Welt des Jazz wird im NOWJazz Magazin von SWR2 regelmäßig präsentiert. Wie immer erwarten Sie in dieser Sendung Informationen über bevorstehende Events, Rezensionen über Festivals, Buchbesprechungen und jede Menge brandneuer CDs.
Freitag, 3. Februar, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz: Freiheit für die Königin
Wie Musiker die Orgel für Improvisation, Jazz und Klangkunst neu entdecken
Von Franziska Buhre
Kaum ein Instrument ist so sehr an seinen Standort gebunden wie die Kirchenorgel. In Kirchen finden zwar Jazzkonzerte statt und der Einfluss der Hammond-Orgel aus dem Kontext amerikanischer Gospel-Kirchen ist prägend für die Entwicklung des US-amerikanischen Jazz. Doch in letzter Zeit entdecken immer mehr Improvisationsmusiker die Kirchenorgel für ihre Klangvorstellungen. Der Schweizer Pianist Stefan Rusconi kreiert mit dem Geiger Tobias Preisig ein intimes Duo zwischen Orgel und Geige. Ebenso besinnlich spielt der britische Pianist Kit Downes im Duo mit dem Saxophonisten Tom Challenger. Der österreichische Klangkünstler Daniel Lercher komponiert für die Orgel im Kirchenraum eine elektroakustische Installation mit vier Lautsprechern, Chorstimmen und Gongs. Das Musikerkollektiv Kulku aus Berlin spielt Orgelpfeifen aus Holz wie Blasinstrumente in einem ehemaligen Wasserspeicher mit langem Nachhall.
Samstag, 4. Februar, 9:05 – 10:00 Uhr
Musikstunde: Jazz Across The Border
Von Günther Huesmann
Der wohl auffallendste Trend im aktuellen Jazz ist seine fortschreitende Globalisierung. Entstanden um 1900 in den USA als hybride Musik, ist der Jazz durch die Idee groß geworden, dass es sich immer lohnt, wenn man sich auch mit etwas Anderem beschäftigt als nur mit sich selbst. Die in der Improvisation angelegte Idee des Dialogs erleichtert es Jazzmusikern, sich anderen Stilen und Musikkulturen zu öffnen. So ist Jazz zu einer "global language" geworden. "Jazz across the border" hört auf unterhaltsam-informative Weise hin: Wie verändern Musikerinnen und Musiker aus Südamerika, Afrika und Asien die improvisierte Musik von heute? Welche Antworten geben sie auf die Frage nach einer Musik, in der jeder improvisierende Spieler eingeladen ist, seinen eigenen Sound zu entwickeln, mit seinen ganz eigenen musikalischen Sichtweisen, Statements und kulturellen Färbungen?
Samstag, 4. Februar, 22:03 – 23:00 Uhr
Jazztime: Catalonian Rhapsody
Der spanische Pianist Tete Montoliu
Von Gerd Filtgen
Es gibt keine Regel dafür, wie man Blues glaubhaft spielt. Ein spontanes, aus dem Inneren kommendes Gefühl kreativ umzusetzen, ist eine Kunst für sich. Der von Geburt an blinde Pianist Tete Montoliu (1933 - 1997) hatte diese Sensibilität, die er auch im Feld des Modern Jazz mit stilistischen Elementen seiner spanischen Heimat verband. Seine technisch brillante, nie seelenlos klingende Spielweise führte zu zahlreichen Aufnahmen als Leiter eigener Bands. Ebenso beeindruckend verliefen Montolius Engagements als Begleiter amerikanischer Stars mit unterschiedlicher musikalischer Konzeption: angefangen bei "Jazz Flamenco" mit dem Vibrafonisten Lionel Hampton, als Partner im musikalischen Kosmos des Multiinstrumentalisten Roland Kirk, bei zahlreichen Hard-Bop Exkursionen mit dem Tenorsaxofonisten Dexter Gordon bis hin zu der eher abstrakten Auffassung des Saxofonisten Anthony Braxton, überzeugen Montolius schillernde Improvisationen.
Sonntag, 5. Februar, 19:31 – 20:00 Uhr (nach dem Hörspiel)
Standards setzen
Der Trompeter Marquis Hill
Von Ssirus W. Pakzad
Der 29-jährige Marquis Hill räumt in jüngster Zeit alle Preise ab, die es in der improvisierten Musik zu gewinnen gibt: 2013 entschied der aus Chicago stammende Wahl-New Yorker die "Carmine Caruso International Jazz Trumpet Solo Competion" für sich. Im Folgejahr stieg er bei der "Thelonious Monk Institute Jazz Trumpet Competition" aufs Siegertreppchen und in 2016 belegte er beim "Down Beat Critics Poll" in der Kategorie "Rising Star Trumpet" den ersten Platz. Der Blechbläser hat die Jazzgeschichte verinnerlicht, die stilbildenden Trompeter genauestens studiert und daraus seine eigenen Schlussfolgerungen gezogen. Auf Alben wie "The Way We Play" präsentiert sich Hill mit unwiderstehlichem, voluminösem und beseeltem Ton und führt die Jazz-Moderne elastisch an die Gegenwart heran.
Dienstag, 7. Februar, 21:03 – 22:00 Uhr
SWR2 Jazz Session: My Favorite Discs
Von Gerd Filtgen
Persönliche Lieblingsalben aus der älteren oder jüngeren Jazzgeschichte werden in der Reihe "My Favorite Discs" regelmäßig vorgestellt: von den Autorinnen und Autoren unserer SWR2-Jazzredaktion. Legendäre Klassiker oder weniger bekannte Favoriten - warum gerade ein bestimmtes Album sie so beeindruckt hat, erklären sie in dieser Sendung.
Donnerstag, 9. Februar, 23:03 – 24:00 Uhr NOWJazz: Improvisation – eine Qualität des Lebens (1) Keith Jarretts legendäres „Köln Concert“ Von Michael Rüsenberg
Improvisation? Die meisten denken dabei zuerst an Jazz. Das ist nicht falsch, weil diese Musikgattung das „spontane Erfinden aus dem Moment heraus“ wohl am deutlichsten präsentiert. Andererseits, auch Bach, Mozart, Beethoven waren große Improvisatoren. Grosse Teile der Musikgeschichte waren und sind durch Improvisation gekennzeichnet. Der US-Musikethnologe Bruno Nettl spricht 1974 davon, dass Improvisation und ihr Gegenteil Komposition nicht exakt auseinander zu halten, sondern in einem „Kontinuum“ miteinander verbunden sind.
Improvisiert wird aber auch in anderen Künsten, im Theater, beim Film, in der Bildenden Kunst. Und weit darüber hinaus: im Fußball (wo man den Begriff nicht verwendet), im Alltag (jedes Gespräch hat improvisatorische Anteile), und ja, auch in der Politik. Man kann, wie der Politologe Herfried Münkler, um Beispiel Angela Merkel improvisatorische Qualitäten bescheinigen. Nur, man muss schon genau hingucken, was Improvisation jeweils bezeichnet. Man sollte nicht - wie das die Management-Theorie getan hat - einfach die Jazz-Metapher übertragen. Michael Rüsenberg schaut und hört hin und kommt zu dem Schluss: Improvisation ist eine Qualität des Lebens. Es geht gar nicht ohne - ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht.
Die Reihe beginnt mit einem legendären Ereignis der Jazzgeschichte, mit dem Konzert von Keith Jarrett im Opernhaus Köln am 24. Januar 1975; als Tonträger später das meistverkaufte Album mit improvisierter Musik. Dass Jarrett selbst mehrfach seine Unzufriedenheit mit der Aufnahme kundgetan hat, hat ihrer Verbreitung nicht geschadet. Vor allem, dass er sich später erheblich gesteigert hat, bestärkt viele in der Annahme, dass er seine großartigen Improvisationen unvorbereitet, gleichsam aus dem “Nichts”, schöpft. Eindrucksvoll sind die Resultate, aber erfindet er wirklich alles im Moment des Spielens, hat er „ein musikalisches Gedächtnis ohne Erinnerung“, wie sein Biograf Wolfang Sandner schreibt? Der Musikpsychologe Reinhard Kopiez hat Zweifel. Improvisation ist für ihn „kontrollierter Kontrollverlust“. Das quasi „Voraussetzungslose“ hält er für eine „Selbstmythologisierung einer ganzen Gattung.“ In dieser ersten Folge der Reihe geht es um die psychologischen Voraussetzungen der Jazz-Improvisation.
Freitag, 10. Februar, 23:30 – 24.00 Uhr
NOWJazz Update
Sonic Wilderness
Von Julia Neupert
Diese Reihe auf dem freitäglichen NOWJazz Update Sendeplatz führt in abenteuerliche Zwischenwelten des Jazz. Ob Improv, Electronica, Klangkunst, Noise oder Rock - für die atmosphärischen Mixes mit Neuerscheinungen gibt es nur eine Regel: Die Lust am musikalischen Abenteuer muss hörbar sein.
Samstag, 11. Februar, 22:03 – 23:00 Uhr
Jazztime: Zwischen Ulk und Avantgarde
Das Sauter-Finegan Orchestra
Von Odilo Clausnitzer
Das Sauter-Finegan Orchestra war eine der ungewöhnlichsten Erscheinungen der amerikanischen Big Band-Szene: Sein Sound: eine einzigartige Mischung aus ambitionierter Konzertmusik, balinesischen Gamelanklängen, Bebop und dem Humor eines Spike Jones. Als Eddie Sauter und Bill Finegan das Orchester 1952 gründeten, war die Big Band-Ära eigentlich schon vorbei. Die beiden erfahrenen Arrangeure suchten ein Spielfeld, auf dem sie ohne kommerzielle Rücksichten ihre Ideen umsetzen konnten. Das schloss Experimente mit jazzunüblichen Instrumenten wie Piccolo-Flöten, Harfe und jeder Menge Perkussion ein. Die schillernden, teils witzigen Arrangements rückten das Bandrepertoire mitunter in die Nähe der "Musical Comedy". Zugleich experimentierte das Orchester mit harmonischen Waghalsigkeiten und kompromisslosen Klangvorstellungen. Ihre hohen Ambitionen führten die beiden Leiter bis zu einem gemeinsamen Projekt mit dem Chicago Symphony Orchestra. Das Swing-Publikum reagierte verschreckt. Nachdem eine Tournee im finanziellen Debakel endete, machte das Sauter-Finegan-Orchestra nur noch Studio-Aufnahmen, bis es sich 1957 auflöste. SWR2 Jazztime gibt einen Einblick in seine originelle Diskografie.
Dienstag, 14. Februar, 21:03 – 22:00 Uhr
SWR2 Jazz Session: New Africa
Die Archie Shepp Group 1977 in der Stuttgarter Liederhalle
Am Mikrofon: Thomas Loewner
Als Archie Shepp 1977 mit seiner Band durch Europa tourte und dabei auch Station in der Stuttgarter Liederhalle machte, galt er längst als einer der herausragenden Vertreter der amerikanischen Jazz-Avantgarde. Bereits Anfang der 1960er Jahre wurden Musiker wie Cecil Taylor, Don Cherry oder John Tchicai auf den Saxofonisten mit dem kraftvollen Ton aufmerksam. Vor allem aber die Zusammenarbeit mit John Coltrane brachte ihm den endgültigen internationalen Durchbruch. Doch Shepp war stets mehr als "nur" ein Musiker: der studierte Literaturwissenschaftler engagierte sich auch politisch und setzte sich für die Gleichberechtigung der Afroamerikaner in den USA ein. Musikalisch schlug sich diese Haltung darin nieder, dass zunehmend Elemente von Blues, Gospel und Soul an Gewicht in seiner Musik gewannen. Das Konzert der Archie Shepp Group in Stuttgart macht da keine Ausnahme.
Donnerstag, 16. Februar, 23:23 – 00:20 Uhr
NOWJazz: Free Satie
Die Formenspiele des Kornettisten Kirk Knuffke
Von Harry Lachner
Es ist selten, dass ein junger Musiker auf gleich mehreren Alben sich konzentriert mit großen Komponisten wie Thelonious Monk, Duke Ellington, Charles Mingus auseinandersetzt. Der 1980 geborene Trompeter und Kornettist Kirk Knuffke weitet aber noch den Blick auf das Spiel mit Formen und ihrer möglichen Entgrenzung: zuletzt interpretierte er auch Werke des französischen Komponisten Erik Satie. Diese Spannung zwischen einer festgelegten Form - und sei es auch nur eines Themas - und einer Interpretation, welche die Essenz bewahrt und doch in einer individuellen Sprache darüber hinausweist, kennzeichnet das gesamte Schaffen Knuffkes. Bezeichnend für ihn ist auch die relativ häufige Reduktion auf das Duo-Format: etwa mit dem Vibrafonisten Karl Berger, dem Schlagzeuger Whit Dickey, dem Posaunisten Steve Swell oder des öfteren mit dem Pianisten Jesse Stacken. Seine formalen Ideen und seine unbestreitbare technische Virtuosität machen Kirk Knuffke zu einem der hoffnungsvollsten Improvisatoren der jüngeren Generation.
Freitag, 17. Februar, 23:30 – 24:00 Uhr
NOWJazz Update
Sonic Wilderness
Von Ulrich Kriest
Diese Reihe auf dem freitäglichen NOWJazz Update Sendeplatz führt in abenteuerliche Zwischenwelten des Jazz. Ob Improv, Electronica, Klangkunst, Noise oder Rock - für die atmosphärischen Mixes mit Neuerscheinungen gibt es nur eine Regel: Die Lust am musikalischen Abenteuer muss hörbar sein.
Samstag, 18. Februar, 22:03 – 23:00 Uhr
Jazztime: Wie ein Sound die Welt eroberte
Vor 100 Jahren nimmt die Original Dixieland Jazz-Band die erste Jazzplatte auf
Von Bert Noglik
Der Jazz verdankt seinen Siegeszug rund um die Welt nicht zuletzt dem Rundfunk und der Schallplatte. Die Schallplatte war früher da. Am 26. Februar 1917 spielte die Original Dixieland Jazz Band für das Label Victor die ersten Jazzaufnahmen ein, die als Platte veröffentlicht wurden: den "Livery Stable Blues" und den "Dixie Jass Band One Step". Die fünf weißen Musiker der Band, die sich zunächst "Original Dixieland Jass Band" nannte, kamen 1916 nach Chicago, wo sie den New Orleans Jazz präsentieren sollten und mit ihrer damals neuartigen Musik einen solchen Erfolg hatten, dass sie im Jahr darauf nach New York eingeladen wurden. In der Jazzgeschichtschreibung kam die Band mitunter aufgrund eines Vorurteils zu kurz: sie wurde verdächtigt, den afroamerikanischen Jazz lediglich nachgeahmt zu haben. Tatsächlich handelt es sich um einen komplexeren Zusammenhang. Und die Aufnahmen von damals - öfter zitiert als gehört - dürften für manchen noch heute oder heute wieder eine Überraschung sein.
Dienstag, 21. Februar, 21:03 – 22:00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Aus dem Archiv
Der klare Ton
Stan Getz 1979 und 1989 in der Stuttgarter Liederhalle
Am Mikrofon: Harry Lachner
Der amerikanische Saxofonist Stan Getz zählte früh schon zu den erfolgreichsten Musikern des Jazz, was Lester Young einmal zum Spruch veranlasste "Stan gets the money". Trotz seiner Popularität war Getz ein brillanter Techniker, der den Anschein des Technischen zum Verschwinden brachte, indem er jedem Ton ein eigenes Leben einhauchte. Selbst in den rasantesten Passagen hatte jede Note ihre ganz besondere Färbung, ihren ganz speziellen Charakter. Bei seinen beiden Auftritte in der
Stuttgarter Liederhalle erweist er sich zwar noch der Tradition des Cool Jazz verhaftet, reflektiert aber zugleich die populäre Strömung des Bossa Nova, den er mit der für ihn typischen kühlen Eleganz interpretiert. Stan Getz bietet eine gutes - und eines der wenigen - Beispiele dafür, dass sich die eigene artistische Passion durchaus mit einem kommerziellen Erfolg verbinden lässt.
Donnerstag, 23. Februar, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz Session: Black Music Poems
Jason Moran solo beim Festival Enjoy Jazz 2016 in Mannheim
Am Mikrofon: Günther Huesmann
Jason Moran zählt zu den führenden Jazzpianisten unserer Zeit. Dabei macht er immer wieder die Grenzen zu anderen Kunstdisziplinen und -gattungen durchlässig. 2015 war er bei der 56. Kunst-Biennale Venedig mit zwei Installationen und einer Musik-Perfomance vertreten. Seine Musik folgt nicht dem klassischen "l' art pour l' art" Gedanken. Moran versteht sich vielmehr als ein Künstler, der neben musikalischen Fragen auch solche zu gesellschaftlichen und sozialen Entwicklungen stellt. In seinen Klavier-Solo-Performances kreiert er Sounds, in denen das ganze Kontinuum der Black Music - vom Blues über Avantgarde, Soul, Work Song und Hip-Hop, bis hin zu den Klängen der schwarzen Bürgerrechtsbewegung - im Licht aktueller künstlerischer Möglichkeiten verhandelt wird.
Freitag, 24. Februar, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz: Zwischen Performance, Solokonzert und Noise
Die verschiedenen Seiten des Kontrabassisten und Elektronikers Matija Schellander
Von Nina Polaschegg
Matija Schellander ist Kontrabassist und Elektroniker. Am Bass schätzt er das Konkrete, Haptische, am Synthesizer das Abstrakte. Sowohl als auch, das trifft für den in Wien lebenden Kärntner Slowenen auch sonst in musikalischen Belangen immer wieder zu. Er spielt Jazz und freie Improvisation, arbeitet mit konkreten wie geräuschhaften Klängen, spielt in Noisebands, die auch einmal pure Songs interpretieren ebenso wie er Soloprojekte erarbeitet, in denen der körperlichen Bewegung ein dem Klang gleichwertiger Raum gewährt wird. Musikalische Freundschaften führen ihn dabei immer wieder durch Südosteuropa bis hin nach Südkorea.
Samstag, 25. Februar, 22:03 – 23:00 Uhr
Jazztime: Feuer und Coolness
Zum 100. Geburtstag des Pianisten und Arrangeurs Tadd Dameron
Von Hans-Jürgen Schaal
Der Pianist Tadd Dameron (1917-1965) gehörte neben Dizzy Gillespie, Thelonious Monk und Charlie Parker zur Kerngruppe der Bebop-Pioniere. Verschiedene "Klassiker" des frühen Bebop-Repertoires werden ihm zugeschrieben, darunter "Hot House" und "Good Bait", aber auch die Bop-Scat-Nummer "Dob Bla Bli". Seine besten Aufnahmen als Bop-Pianist machte Dameron 1947/48 im gemeinsamen Sextett mit dem Trompeter Fats Navarro. Daneben war er immer ein erfolg- und einflussreicher Arrangeur. Er half mit, den Bebop ins Bigband-Format zu übersetzen, arrangierte aber auch für Swing-Orchester und Sänger. Zu seinen bekanntesten Balladen-Kompositionen gehören "If You Could See Me Now" und "On A Misty Night". 1956 veröffentlichte er mit "Fontainebleau" und "Mating Call" seine ersten LP-Produktionen unter eigenem Namen. Mit 48 Jahren starb Tadd Dameron an Krebs.
Dienstag, 28. Februar, 21:03 – 22:00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Homezone
Jazz in Südwest
Von Julia Neupert
Die neue monatliche Sendereihe "Homezone" führt von jetzt an regelmäßig an die vielen verschiedenen Orte, an die der Jazz im Südwesten zuhause ist. Zu Beginn geht es in den Mittleren Schwarzwald nach Villingen. Dort war nicht nur das legendäre MPS-Tonstudio beheimatet (dessen Tradition seit ein paar Jahren vom Label HGBS weitergeführt wird) - auch der Jazzclub in Villingen hat über die Region hinaus einen hervorragenden Ruf und wurde bereits mehrmals mit dem Spielstättenprogrammpreis "APPLAUS" ausgezeichnet. Konzert-Aufnahmen aus unserem Archiv und aktuelle Studioproduktionen aus Villingen stehen im Mittelpunkt dieser Jazz Session.
Fast alle Jazz-Sendungen von SWR2 können Sie als Audio on Demand im Internet 7 Tage online nachhören. Auf www.swr2.de/jazz finden Sie auch Musiklisten und weitere Informationen zum Programm.
| Mehr Infos im Netz unter www.swr2.de/jazz



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